Kinderspielturm in Kaub übergeben

15.08.2015

Einen Spiel- und Kletterturm für die kleinen Besucher des RT Kinder- und Jugendcamps in Kaub haben die emsländischen Tische gemeinsam gespendet und eigenhändig aufgebaut.

Kaub. - "Was dann noch fehlt, sind Spielgeräte für Kleinkinder, die eben für Boulderwand oder Hochseilgarten noch zu klein sind...", lautete der wiederholt vorgetragene Wunsch des NSP-Teams bei der Vorstellung des aktuellen Baufortschritts im Kinder- und Jugendcamp Kaub. "Das müsste doch eine lösbare Aufgabe sein", dachte man sich am RT 142 Lingen-Meppen und machte etwas voreilig eine vorsichtige Zusage, man werde "dafür sicher eine Lösung finden." 

Zunächst war dabei an ausrangierte Spielgeräte der Kommunen gedacht worden, die man hätte besorgen und vielleicht etwas aufarbeiten können. Diese Idee erwies sich jedoch schnell als wenig zielführend, zumal deren Betriebserlaubnis nach der Demontage automatisch erlischt. Denn klar war auch, dass im Jugendcamp nur Spielgeräte zum Einsatz kommen können, die auch für öffentliche Spielplätze und -anlagen zertifiziert und zugelassen sind. So reifte dann der Gedanke, ein neues Spielgerät anzuschaffen und möglichst auch aufzubauen. Da dieses Vorhaben den finanziellen Rahmen des Tisches jedoch arg strapazieren würde, entstand der Gedanke, daraus ein emsländisches Gemeinschaftsprojekt zu machen. Gesagt, getan.

Neben dem RT 142 Lingen-Meppen sagten auch die Nachbartische RT 226 Emsland-Nord, RT 166 Emsland-Süd und RT 102 Grafschaft Bentheim ihre Unterstützung zu. Da auch deren Kassen schon weitgehend geleert waren, klaffte am Ende noch immer eine Finanzierungslücke von rund 1.000 Euro, die dankenswerterweise vom OT 142 Emsland-Mitte geschlossen wurde. Damit stand der Anschaffung des Spielgerätes nun nichts mehr im Wege. 

Was blieb, was der ehrgeizige Plan, das Spielgerät auch noch vor der offiziellen Eröffnung aufzubauen und zu übergeben. Auch aus Kostengründen wurde ein Aufbau durch den Hersteller schnell verworfen. "Wir haben drei gelernte Zimmerleute am Tisch, da sollte so ein kleiner Spielturm doch kein echtes Problem sein", zeigte sich RT 142-Präsident Stefan Brümmer zuversichtlich. Soweit die Theorie...

Nach erfolgter Anlieferung des Bausatzes in Kaub machten sich dann tatsächlich drei unerschrockene Tabler, ihres Zeichens immerhin ein Zimmerer-Meister, ein Bauingenieur und ein  Maschinenbauingenieur, auf den Weg nach Kaub. Da der frühe Vogel bekanntlich der King ist, legte Waldemar Nuss unumstößlich fest, dass mit den Arbeiten um 6:30 Uhr begonnen wird. Man wolle schließlich "zu Mittag" fertig sein. Das eigentlich recht übersichtlich wirkende Paket aus Balken, Latten und Kleinmaterial sorgte zunächst für keine größere Besorgnis. "Wer einen Ikea-Schrank aufbauen kann, wird doch an einem Spielturm nicht scheitern", lautete die verheißungsvolle Devise. Und tatsächlich: nach rund 8 Stunden angestrengter und hoch konzentrierter Arbeit, die nur von 2 kurzen Pausen unterbrochen wurde, konnte der Turm "fast" fertig übergeben werden. "Die Akkuschrauber glühten", fasste Klaus Koldehoff den Arbeitseinsatz zusammen.

Der Anbau des Schaukelelements musste aufgrund nicht passender Erdanker an den Hausmeister delegiert werden, der sich der Sache gleich nach Eröffnung des Camps in einer ruhigen Stunde annehmen will. Damit ist das Camp dann dauerhaft um eine Spiel- und Kletterattraktion für kleine Besucher reicher.

Kategorie: RT142